Manuel Eitner & Judith Egger: Falsche Fährte

Falsche Fährte
Eröffnung:
Freitag, den 04. Dezember 2009
von 19h - 22 Uhr
Ausstellung vom
05. Dezember bis 16. Januar 2010, Öffnungszeiten
nach Vereinbarung
Open Thursday - Abendöffnung am Donnerstag
14. Januar 2010
18 - 22 Uhr
Finissage von
Falsche Fährte
Samstag, 16. Januar 2010,
von 16 - 20 Uhr,
Vorstellung der Arbeiten durch Bashira Cabbara, Kunsthistorikerin um 16 Uhr.
Am 04. Dezember gibt es in der Gabelsbergerstraße 65 gleich zwei Premieren zu feiern: Esther Donatz eröffnet den von ihr initiierten neuen Raum für Kunst, E 324, und freut sich, die erste gemeinsame Ausstellung des Münchner Künstlerpaars Manuel Eitner (*1965) und Judith Egger (*1973) zu präsentieren.
In den bis kurz vor Eröffnung renovierten Räumlichkeiten des Kunstraums in der Münchner Maxvorstadt befand sich zuvor ein Erotik-DVD-Store; die Räume sind zwar renoviert worden, doch wurde die banale und alles andere als kunstvolle Klebefolie auf dem Schaufenster des DVD-Stores beibehalten und von Judith Egger verfremdet. Im Fenster sind zusätzlich im Rahmen der Ausstellung Monitore mit Künstlervideos von Egger zu sehen. Im Inneren der Galerie zeigt sie verschiedene Zeichnungen von skurrilen, verschrobenen Figuren auf Transparentpapier. Daneben sind in E324 zudem eine aus mehreren Einzelteilen bestehende Fotografie ihrer Arbeit instant mural: infektiöser und wandernder Wandbefall zu sehen, die sich derzeit in einer Gruppenausstellung in Kolumbien befindet.
Von Manuel Eitner sind zwei tiefgründig-grotesk übermalte Zeitungsausschnitte aus dem "SZ-Zyklus" zu sehen, überdies bespielt der Künstler das Untergeschoß von E324 mit einer konzeptuellen Arbeit. Eitner hat Supereuropeanburkawoman, eine Art moderne Domina inszeniert, der von einem Reiter auf einem Roß der Kopf abgetrennt wird. Das auf Pappe gemalte und gebaute Originalarrangement ist jedoch so nicht mehr zu sehen. Die Originalarbeit ist verschwunden, einzig die Reproduktion, das Foto, von Supereuropeanburkawoman ist geblieben. Eitner spielt mit der Vergänglichkeit des Kunstwerks und aktiviert die Aufmerksamkeit des Betrachters, dem im Grunde nur "Spuren" einer Arbeit dargeboten werden.
Der Besucher der Ausstellung wird in mehrfacher Hinsicht auf eine "Falsche Fährte" gelockt. Im Innern des Kunstraums empfängt den Besucher ein winziges Bild, auf dem lediglich das Wort "Kunstmarkt" in ausgefransten Lettern steht. Die Schrift hat etwas Kindliches, wirkt seltsam gebrochen – sie steht symptomatisch für die Einstellung der Künstler Egger und Eitner, die das "Betriebssystem Kunst" nicht allzu ernst nehmen und daher selbstironisch hinterfragen.
Für weitere Informationen zur Ausstellung oder zu den Künstlern wenden Sie sich bitte an Esther Donatz unter Mob.: 01577-1733 324 oder mail@e324.de.















