Clea Stracke und Verena Seibt: Warteraum
Eröffnung
Donnerstag, 8. September 2011
19:00 - 21:00 Uhr
Einführung von Anna Schneider, MA Exhibition and Museum Studies
Finissage:
Samstag, 15. Oktober 2011
18.00 - 20.00 Uhr
Ausstellungsdauer
9. September - 15. Oktober 2011
Öffnungszeiten
Freitag, 15:00 - 19:00 Uhr
Samstag, 14:00 - 18:00 Uhr
sowie nach Vereinbarung
Während des Open Art Wochenendes am 10./11.9. zusätzliche Öffnungszeiten:
Samstag und Sonntag, 12.00 - 18.00 Uhr
Presse
Applaus Kulturmagazin 10/2011 (PDF)
"Alle Kunst ist zugleich Oberfläche und Symbol. Wer unter die Oberfläche geht, tut es auf eigene Gefahr."
Oscar Wilde: Das Bildnis des Dorian Gray, Vorrede
Clea Stracke und Verena Seibt verstehen ihre künstlerische Arbeit als eine Arbeit an Orten: als eine Forschung, die an realen (städtischen, sozialen, architektonischen oder institutionellen) Räumen ansetzt und die verschütteten Wahrheiten dieser Räume zum Vorschein bringt. Dabei erkunden die Künstlerinnen die Bruchstellen der Wirklichkeit, die Punkte, an denen eine subtile Veränderung der Welt den Blick auf diese Welt schärft.
Es ist eine archäologische Herangehensweise, die Verschüttetes zum Vorschein bringt, Orte entdeckt, und das im wörtlichen Sinn: dass die Künstlerinnen etwas fortnehmen, das diese Orte bis dahin verhüllt und verborgen hatte. So bringen sie das zur Sprache, was den Dingen sonst unbemerkt anhaftet: etwa, wenn sie die Mangelmaschinen einer ehemaligen Wäscherei durch einige knappe, präzise Veränderungen zum Erinnerungsmal der Frauenemanzipation werden lassen (Weil ich es will, 2008); oder sie die Lüftungszentrale eines alten Möbelhauses mit den Klängen eines unsichtbaren Festes bespielen, das von einem früheren, anderen Leben erzählt, das irgendwohin verschwunden ist (Factory, 2006).
In ihren subtilen Manövern operieren Clea Stracke und Verena Seibt immer ganz knapp unter der Oberfläche der Wirklichkeit. Sie schaffen imaginäre Räume, indem sie tastend, staunend, sezierend in echte Räume eindringen und dabei ihre Fundstücke auf dem schmalen Grat zwischen Fiktion und Realität ausbalancieren. Film und Installation sind die zentralen Medien des Künstlerinnenduos, nicht nur als Mittel zur Wiedergabe des Wirklichen, sondern auch, um raumgreifende Szenerien zu erschaffen, in denen sich der Betrachter mitten im Geschehen wiederfindet. (Christian Hartard)
Verena Seibt und Clea Stracke haben kürzlich eine erste umfassende Werkmonografie publiziert, die unter der Adresse www. offspaces.de/verenaseibt online durchgeblättert werden kann und eindrucksvoll den bisherigen Werdegang der beiden dokumentiert. Zahlreiche Ausstellungen und erste Auszeichnungen runden das Bild eines intelligenten, konzeptuell klaren und zielstrebigen Künstlerinnenduos ab. (Florian Matzner)
Zur Open Art eröffnen die Künstlerinnen in der Galerie E324 ihre neue Ausstellung "Warteraum". Die Eröffnung findet am Donnerstag, den 8. September 2011 in der Gabelsbergerstraße 65 um 19 Uhr statt. Anna Schneider wird eine Einleitung in die Ausstellung geben. Also worauf warten?
Clea Stracke, 1982 born in Berlin-Tempelhof, 2009 Graduation AdBK Munich, 2009 Award for Diploma Erwin und Gisela von Steiner-Stiftung, Start Point Prize, Award City of Kaufbeuren for Contemporary Fine Arts, 2010 Sponsorship of Publication, Bavarian Ministry of Science, Research and Art, Studio Grant City of Munich, lives and works in Munich and Berlin
Verena Seibt, 1980 born in Dachau, 2009 Graduation AdBK Munich, 2008 - 2010 Curatorial and Artistic work, Lothringer13Laden, Award for Diploma Erwin und Gisela von Steiner-Stiftung, Start Point Prize, 2010 Sponsorship of Publication, Bavarian Ministry of Science, Research and Art, 2011 DAAD Sponsorship Los Angeles, lives and works in Munich
Für weitere Informationen zur Ausstellung oder zu der Künstlerin wenden Sie sich bitte an Esther Donatz unter Mob.: 01577-1733 324 oder mail@e324.de.













